Thermische Sanierung: Jetzt bis zu 8.000 Euro kassieren

Sanierungsscheck 2017 - Thermische Sanierung

Auch heuer gibt es wieder den Sanierungsscheck, mit dem der Staat die thermische Sanierung von Gebäuden und Wohnungen fördert. Die Förderung beträgt je nach Sanierungsart zwischen 3.000 Euro und 8.000 Euro.

Insgesamt stellt der Staat wie schon im vergangenen Jahr 43,5 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Mit dem Sanierungsscheck wird die thermische Sanierung von Häusern oder Wohnungen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 20 Jahre sind (Datum der Baubewilligung), gefördert. Seit dem Start der Förderung wurden mit den Mitteln des Sanierungsschecks mehr als 113.000 Häuser und Wohnungen sowie 4.300 Betriebe thermisch saniert.

Im bestmöglichen Fall können bei einer so genannten Mustersanierung bis zu 8.000 Euro an staatlicher Förderung lukriert werden. Den Sanierungsscheck können Sie über die Raiffeisen Bausparkasse beantragen. Einreichungen sind seit dem 3. März bis maximal 31. Dezember möglich bzw. so lange, bis alle Fördermittel aufgebraucht sind. Der Sanierungsscheck kann übrigens mit eventuellen Landesförderungen kombiniert werden.
 

Sanierungsscheck für Private / Ein-/Zweifamilienhaus/Reihenhaus

Sanierungsscheck für Private / Sammelantrag mehrgeschoßiger Wohnbau

 

Maximale Förderungshöhen

Die maximale Förderungshöhe beträgt 30 Prozent der Investitionskosten. Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses vergeben. Die Höhe der Förderung ist abhängig von Art und Umfang der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen und der daraus resultierenden Reduktion des Heizwärmebedarfs.

Mustersanierung: max. 8.000 Euro

Umfassende Sanierung klima:aktiv Standard*: max. 5.000 Euro

Umfassende Sanierung guter Standard*: max. 4.000 Euro

Teilsanierung 40 Prozent*: maximal 3.000 Euro

Im mehrgeschoßigen Wohnbau bei umfassender Sanierung klima:aktiv Standard*: 3.000 Euro pro Wohneinheit

* Bei diesen Maßnahmen ist ein Zuschlag von 1.000 Euro möglich, wenn Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen für mindestens 25 Prozent aller gedämmten Flächen verwendet werden. 

Mustersanierung
maximal 40 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis >= 0,8
bzw. maximal 25 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis <= 0,2
Bei einer Mustersanierung muss die Beheizung mit mindestens 80 Prozent erneuerbaren Energieträgern erfolgen. Darüber hinaus sind zwei von acht möglichen Begleitmaßnahmen umzusetzen.

Klima:aktiv Standard
maximal 50 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis von >= 0,8 
bzw. maximal 30 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis <= 0,2

Guter Standard
maximal 63 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis von >= 0,8 
bzw. maximal 31,5 kWh/m²a bei einem Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis <= 0,2. 

Förderungsfähige Projekte

Folgende Maßnahmen sind förderbar:

  • Dämmung der Außenfassade
  • Dämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschoßdecke bzw. des Kellerbodens
  • Sanierung bzw. Austausch von Fenstern und Außentüren
  • Nur bei Mustersanierungen: Umstellung des Heizungssystems auf Holzzentralheizung, Wärmepumpe, Nah-/Fernwärme, thermische Solaranlage

Förderungsfähige Kosten sind Kosten für das Material, die Montage durch ein befugtes Unternehmen sowie die Planungskosten. Maßnahmen, für die es keine Montagerechnung einer befugten Firma gibt, sind nicht förderungsfähig.

Voraussetzungen und Unterlagen

Pro Objekt und Förderungswerber kann nur ein Förderungsantrag gestellt werden.

Sie können das Förderungsansuchen einreichen, wenn Sie

  • (Mit-)Eigentümer, Bauberechtigter oder Mieter eines Ein- oder Zweifamilienhauses oder Reihenhauses
  • bzw. Wohnungseigentümer oder Mieter von Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau sind.

Notwendige Unterlagen

  • Die Beilagen zum Förderungsantrag sind in Kopie vorzulegen (Originale werden nicht benötigt).
  • Ausgefüllter Antrag
  • Meldezettel oder amtlicher Lichtbildausweis, falls nicht in Österreich gemeldet
  • Grundbuchauszug
  • Bei Zweifamilienhaus: Grundbuchauszug mit parifizierten Wohneinheiten, Bestandsplan oder Bestätigung der Gemeinde über die getrennten Wohneinheiten
  • Kostenvoranschläge für die beantragten Maßnahmen
  • Bei Mustersanierung: Zusatzformular "Ergänzende Details Mustersanierung"
  • Beim mehrgeschoßigen Wohnbau mit Mietzins- bzw. Entgelterhöhung: Sanierungsvereinbarung für das gesamte Gebäude
Besondere Förderungsvoraussetzungen für den mehrgeschoßigen Wohnbau
  • Bei Wohnungseigentum: Für die Durchführung einer thermischen Gesamtsanierung von mehrgeschoßigen Wohnbauten muss ein einstimmiger Beschluss der Eigentümergemeinschaft oder ein nicht mehr anfechtbarer Mehrheitsbeschluss vorliegen.
  • Bei Mietwohnungen: Kommt es im Zuge der Sanierung des gesamten Wohnbaus zu einer Mietzins- bzw. Entgelterhöhung, muss zwischen Vermieter und allen Mietern eine Sanierungsvereinbarung über die befristete Erhöhung des Mietzinses abgeschlossen werden. Kommt es zu keiner Mietzins- bzw. Entgelterhöhung, dann muss die Mehrheit der Mieter dieser Vorgangsweise zustimmen.

Ablauf und Fristen

  • Der Förderungsantrag muss bis spätestens 31. Dezember 2017 bei der Raiffeisen Bausparkasse eingelangt sein. Achtung: Sollten die vorhandenen Mittel vorher ausgeschöpft sein, kann eine vorzeitige Beendigung der Förderungsaktion erfolgen.
  • Bis zum 31. Dezember 2018: Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen zwischen dem Zeitpunkt der Antragstellung und dem 31. Dezember 2018 erfolgen.
  • Bis zum 31. März 2019: Die Endabrechnung Ihres Sanierungsvorhabens inklusive aller geforderten Unterlagen muss bis spätestens 31. März 2019 bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH eingelangt sein.
  • Die Umsetzung der Maßnahmen muss durch den Förderungsnehmer bestätigt werden. Weicht die Umsetzung von den beantragten Maßnahmen ab, so ist dies im Formular "Technische Details Energieausweis" anzuführen. Dass die Förderungsvoraussetzungen dennoch erfüllt wurden, muss dann von einer zur Ausstellung von Energieausweisen befugten Person gutachterlich bestätigt werden.


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